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Von Lotus Notes zu MS Exchange migrieren mittels "IBM Domino Access for Microsoft Outlook (DAMO)"

Wer schonmal mit dem Gedanken gespielt hat, sich endlich von seinem Lotus Notes zu trennen und auf einen Exchange-Server als Groupware umzusteigen, wird wie ich mit dem Problem konfrontiert worden sein, wie die Datenmigration möglichst einfach und vollständig von statten gehen soll.

Schließlich möchte man nicht nur Mails migriert haben (das könnte man notfalls per IMAP machen), sondern vor allem auch Kalendereinträge, ToDo’s und ggf. Adressbücher. Technisch gesehen bieten sich da im Grunde nur zwei Lösungen an:

  1. Irgendwie eine Verbindung zwischen Exchange und dem Domino-Server herstellen: Dieses Verfahren wird unter anderem hier beschrieben, birgt aber den den klitzekleinen Nachteil, dass die nötigen Tools nicht mehr angeboten werden oder schon lange nicht mehr weiter entwickelt werden. Die Lösung stellt sich in meinen Augen also als denkbar ungeeignet heraus.
  2. Die zweite Möglichkeit wäre, auf die eine oder andere Art und Weise die .nsf-Datei des zu migrierenden Benutzers in eine .pst-Datei zu konvertieren und so für Outlook lesbar zu machen. Outlook synchronisiert sich dann mit dem Exchange-Server und man ist glücklich. Zu diesem Zweck gibt es zahlreiche kostenpflichtige (die ich an dieser Stelle nicht verlinken möchte, zumal sie mit teilweise mehr als $500 für kleinere Unternehmen meiner Meinung nach exorbitant teuer sind), aber augenscheinlich keine kostenlosen Tools. Eines Besseren belehrt einen IBM selbst, denn das Unternehmen bietet von sich aus den sog. „IBM Domino Access for Microsoft Outlook“ (kurz DOMA) an, der es einem ermöglicht, mit Outlook 2007 auf einen beliebigen Domino-Server zuzugreifen.

Auf letzteres möchte ich jetzt ein wenig genauer eingehen, da es offenbar nicht trivial zu sein scheint, an das Tool zu kommen: IBM bietet zwar hier eine Anleitung an, wie an die Software zu kommen ist, man benötigt jedoch zwingend einen gültigen IBM Passport Advantage Account.

Sobald das DOMA heruntergeladen ist, installiert man es dann nur noch auf einem Client-PC, auf dem Outlook 2007 (mit 2010 habe ich es nicht getestet) installiert ist, gibt die nötigen Anmeldeinformationen an und schon holt sich Outlook die nötigen Daten vom Domino-Server. Dazu sei gesagt, dass DOMA offensichtlich nicht wirklich für den produktiven „Ich nutze Outlook mit einem Domino-Server“-Einsatz geeignet ist, da es zu Problem kommen soll, wenn man in Outlook eingetragene Daten an den Domino-Server synchronisiert. Es eignet sich meiner Meinung nach aber wunderbar dazu, eine .pst-Datei zu erzeugen, die man im Anschluss in das entsprechende Outlook-Exchange-Profil importieren kann und die sich dann mit dem Exchange-Server synchronisiert.

Das, was ich hier schreibe, ist zwar weder Hexenwerk noch besonders gehaltreich, da das Prozedere für einen geübten Admin trivial ist, sobald man erstmal darauf gekommen ist, DOMA zu nutzen, um eine .pst-Datei zu erzeugen. Daher aber der Artikel: Man muss drauf kommen.

 

Übrigens:

Einige aufschlussreiche Zeilen zum Produktiveinsatz von DOMA finden sich hier, während hier erläutert wird, wie man bei der Migration von Notes nach Exchange (lässt sich aber auch auf sämtliche anderen Migrationsprozesse im Softwarebereich übertragen) strategisch vorgehen sollte.

ClipUpload – Clipboard sharing made easy!

Jap, so lauten Name und Slogan des Tools, das ich vorhin ausgegraben habe.

Die Anforderungen sahen in etwa folgendermaßen aus: Ich brauchte ein Programm, das es mir ermöglicht, möglichst schnell beliebige Dateien hochzuladen (am liebsten auf meinen eigenen FTP-Server). Die Kür bestand dann daraus, Screenshots von Teilbereichen des Bildschirms zu machen und ebenfalls auf dem FTP zu speichern.

Der Wunsch ist im Grunde folgendermaßen entstanden: Es gibt ja die Cloud-Anwendungs TinyGrab, die es einem eben ermöglicht, Screenshots per zu Keyboard-Shortcut zu erstellen und eben auch auf dem eigenen FTP-Server zu speichern (wenn man die kostenpflichtige Pro-Version nutzt). Ansonsten werden die erstellten Screenshots auf dem TinyGrab-Server abgelegt. Hinzu kommt eine tägliche Uploadbegrenzung von 10 Files, was zwar im Allgemeinen tragbar, aber auch nicht unerreichbar ist. Zwar ist die Pro-Version für günstige £10 zu bekommen, jedoch erfüllt das Tool leider nicht meine Ansprüche, fällt also flach.

Die Alternative aus der Apple-Ecke wäre der Dienst CloudApp bzw. sein Windows-Ableger FluffyApp. Hier hätte man zwar die Möglichkeit gehabt, Dateien sehr unkompliziert hochzuladen (wieder auf den Server des Dienstanbieters), die Möglichkeit des FTP-Uploads fällt hier jedoch komplett weg und eine Aufhebung der Free-Account-Beschränkungen (auch hier wieder 10 Uploads pro Tag) hätte mit 5€ / Monat zu Buche geschlagen, zumal die Windows-Version noch ein wenig instabil und hakelig wirkte.

Nach einer weiteren Google-Suche wurde ich dann schlussendlich mit der OpenSource-Lösung ClipUpload fündig. Das Tool macht genau das, was ich möchte: Es ermöglicht mir, jegliche Daten (seien es nun Bilder, Text- oder Codefragmente oder jegliche sonstige Dateien), die ich zuvor in die Zwischenablage befördert habe, wahlweise auf meinen FTP-Server, bei Bildern auf den Imagehoster imgur und bei Textfragmenten sogar bei Pastebin hochzuladen und kopiert den Link zur Datei netterweise sogar in die Zwischenablage. Hinzu kommt das nette Kür-Feature, mit dem ich Screenshots von Bildschirmbereichen erstellen und ebenfalls hochladen kann. Was man bei dem Tool leider vergeblich sucht, ist eine Möglichkeit, Keyboard-Shortcuts für den Upload zu definieren, der Zugriff über das Systray ist allerdings ähnlich komfortabel. Das Programm erfordert dabei das .NET Framework 4 und ist somit leider auf Windows beschränkt, dafür aber ein OpenSource-Projekt.