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An Education – Komischer Film, toller Soundtrack

Vorhin habe ich mir eine Filmempfehlung von Schafi angetan und frage mich, ob ich für diese Art Film einfach nicht die nötige Sensibilität habe, oder sich die Kritiker der Welt schlichtweg irren. Ich tendiere natürlich zu Letzterem. 🙂

 

Die Handlung in Kürze: England der 60er Jahre. Das 16-Jährige Schulmädchen Jenny (Njom: Carey Mulligan) ist nicht nur eine herausragende Schülerin, nein, sie möchte auch noch eine erstklassige Studentin werden und sich für Oxford qualifizieren. Oder zumindest möchte ihr Vater das, denn von ihm geht ein großer Teil des nötigen Drucks aus, der sie fleißig Latein, Englisch und Französisch pauken lässt. Doch nach einer ihrer Cello-Stunden tritt der jüdische Lebemann David (Charming: Peter Sarsgaard) in ihr Leben, bringt sie kurzer Hand nach Hause und beginnt sie (und gewissermaßen auch ihre Eltern) zu umwerben. Durch seinen guten Stand bei ihren Eltern (sie glauben fälschlicherweise, er wäre auch in Oxford gewesen und riechen den Duft des Geldes an ihm) ermöglicht er ihr Liebhaber Jenny zahlreiche neue Freiheiten und führt sie ein in die Welt der Jazzbars, Kunstauktionen, Hunderennen und fliegt mir ihr schlussendlich in das von ihr heiß geliebte Paris. Spätestens hier muss der geneigte Zuschauer misstrauisch werden und sich denken: „Okay! Er ist gutaussehend, wohlhabend, kultiviert und Anfang 30. Wo ist der Haken???“

Dieser Gedanke wird natürlich bestätigt: Irgendwas ist nicht ganz koscher an David, verdient er doch sein Geld auf Kosten anderer: Er vermittelt Wohnungen an Einwanderer, senkt dadurch die Attraktivität der Gegend und kauft freiwerdende Wohnungen für’n Appel und’n Ei auf! „Diabolisch!“ denkt sich vermutlich auch Jenny und will ihn eigentlich verlassen, kommt jedoch schnell genug zur Besinnung, als David ihr erklärt, dass das schöne Leben leider nicht an Bäumen wächst.

Schlussendlich möchte er Jenny sogar heiraten, sie nimmt den Antrag an, lässt dafür Oxford sausen (was die Eltern witzigerweise nicht stört, waren sie doch vorher so versessen darauf) und lässt die Hochzeit am Ende doch platzen, als sie feststellt, dass ihr Zukünftiger in Wahrheit schon verheiratet ist! Statt sich etwas Pfiffiges auszudenken um alles irgendwie klar zu stellen, zieht er den Schwanz ein und haut ab, während sie den Entschluss fasst, jetzt doch wieder nach Oxford gehen zu wollen (was sie natürlich schafft, er hätt’s gedacht).

 

Die Story hielt ich gelinde gesagt für Mumpitz. Naives Mädchen trifft auf älteren, gutaussenden, reichen, kultivierten, usw. usf. und fliegt am Ende doch auf die Schnauze nur um festzustellen, dass „eigene“ (bzw. die der eigenen Eltern) Ziele sowie harte Arbeit  viel toller sind, ist – vorweg erwähnt – ein komplett ausgelutschtes Motiv. Darüber hinaus war die Handlung um David und Jenny weitestgehend geradlinig und geradezu aus dem Lehrbuch eines schlechten Drehbuchschreibers: Einführung der Charaktere -> Alles toll, alles gut -> Erster, kleiner Rückschlag -> Wieder alles toll -> PENG! -> Moral und Vorhang, Applaus bitte. Während der ersten „Alles toll, alles gut“-Phase stand für mich als Zuschauer nichtmal die Frage im Raum, ob etwas Tragisches passiert, sondern nur, was und wann. Unerwartete Wendungen ließ der Film gänzlich missen.

Das Einzige, was einen ununterbrochen zu grübeln gab, war das vollkommen idiotische Verhalten von Jennys Eltern: Anstatt sich (wie der geneigte Zuschauer) zu fragen, ob an dem etwa doppelt so alten Liebhaber der Tochter vielleicht irgendein Haken sein könnte und der eigenen Tochter zur Vorsicht zu mahnen, wird er mit einer Herzlichkeit in die Familie aufgenommen, die überwältigend ist – ja geradezu adoptiert. David schäkert ein wenig hier, erzählt da nen Witz und verteilt ab und zu mal nen Handkuss an die Herrin des Hauses und schon genießt er komplette Narrenfreiheit, die soweit geht, dass die einzige Tochter wegen ihrem Liebhaber in der Schule komplett abrutschen darf, ohne zu Hause Konsequenzen fürchten zu müssen und in letzter Instanz sogar das Ziel „Oxford“ ganz von ihrer ToDo-Liste streichen darf. Leute, wo sind denn eure Ideale und Ziele plötzlich hin???

Im Gegensatz zu den beiden pädagogischen Nullnummern von Eltern geben die beiden Freunde von David (die minderbemittelte Blondine Helen und der kleine Snob Danny) eine passable Figur als Charaktere ab und können gut zusammen unterhalten.

Wirklich überzeugend ist dagegen das Spiel der beiden Protagonistendarsteller: Carey Mulligan spielt die Jenny ausgezeichnet sensibel und meistert wunderbar die Gratwanderung zwischen scharfer Intelligenz und jugendlicher Naivität, während Peter Sarsgaard seinen Charakter mit einer dermaßen unverschämten Charmanz ausstaffiert, dass man sich immer wieder während des Films denkt: „Hrm… aber der Typ ist doch so NETT… der KANN nicht „böse“ sein.“

 

Alles in allem trotzdem ein Film, den man meiner Meinung nach nicht geschaut haben muss.

 

P.S.: Jetzt steht’s schon in der Überschrift, da muss ich es auch in der Rezension erwähnen: Die Musik des Films ist größtenteils extrem angenehm jazzig… dafür gibt’s eine Bonussocke (auch wenn das den Film nicht rettet: Wenn ich Jazz hören möchte, schmeiße ich Etta James an).

Gründe, Klaus Rainer Röhl nicht zu mögen…

Meine Großmutter hat ja einen überraschend grandiosen Griff, was Buchgeschenke für mich angeht. Dieses Jahr hat sie mir ein Buch von Ralph Giordano geschenkt, den ich wegen seiner antiislamischen Ansichten kurz davor zerrissen habe und letztes Jahr bekam ich von ihr Klaus Rainer Röhls „Mein langer Marsch durch die Illusionen“, das ich aber erst heute aus dem Regal hervor gekramt habe. Ich war ja von Anfang an skeptisch: Der frühere Ehemann von Ulrike Meinhof und konkret-Gründer (!!!) schreibt kritisch über sein „Leben mit Hitler, der DKP, den 68ern, der RAF und Ulrike Meinhof“. Kritik linker Organisationen und deren Handlungsweisen… gerne, aber was bewegt ihn überhaupt dazu, diese kritische Auseinandersetzung zu suchen?

Naja… ich habe mir angewöhnt, vor dem Lesen eines politischen Buchs erstmal etwas über den Schinken heraus zu finden. Damit meine ich nicht unbedingt den Inhalt oder irgendwelche Kritiken, schließlich ist das alles irgendwo Ansichts- und Interpretationssache, sondern eher die Frage, in welchem Dunstkreis das Werk entstanden und erschienen ist, also recherchiere ich über den Autor und den Verlag und das hat folgendes ergeben:

  • Klaus Rainer Röhl gehört nach seiner politischen Kehrtwende nicht nur der FDP an (das ist ja noch verzeihlich, wenn auch unschön), sondern engagiert sich außerdem für nationalliberalen Flügel der Partei, der sich wiederum (unter anderem natürlich) um den Juristen Alexander von Stahl (WAS für ein Name) formiert. Dieser für seinen Teil vertrat die Junge Freiheit bei einer Verfassungsbeschwerde, weil der Verfassungsschutz NRW das Blatt als rechtsextremistisch eingestuft hat. Von Politikwissenschaftlern wird die Junge Freiheit zumindest zur Neuen Rechten gezählt.
  • Derzeit schreibt Röhl für das Wochenblatt Preußische Allgemeine Zeitung, das sich selbst als „wertkonservativ“ bezeichnet und ebenfalls zur Neuen Rechten gezählt wird.
  • Darüber wirft seine Tochter Anja Röhl dem Autor vor (Stern-Artikel mit bunten Bildern), sie in Kindertagen sexuell missbraucht zu haben und für mich sind keine Gründe ersichtlich, ihren Anschuldigungen keinen Glauben zu schenken.
  • Zu guter Letzt wird der Universitas-Verlag, in dem Röhls Buch erschienen ist, von Wikipedia als neofaschistisch bezeichnet, zumindest aber steht der Verleger Herbert Fleissner der rechtsextremen Publizistik nicht fern.

 

Naja… nach dieser Recherche ist das Buch dann im Altpapier gelandet und das ist noch der gnädigere Weg der Entsorgung… Mir wurde die Verwendung als Klopapier vorgeschlagen, aber das bringe ich dann doch nicht über mein bücherliebendes Herz.

Europas letzte Diktatur

Vorgestern, am Sonntag den 19.12.2010, fand die diesjährige Präsidentschaftswahl Weißrusslands statt, die dem amtierenden Präsidenten die vierte Amtszeit zusichern sollte und dies auch tat. Erschreckend sind dabei die Ergebnisse, die einen an DDR-Zeiten zurück denken lassen: Von den fast 93% der weißrussischen Bevölkerung , die an der Wahl beteiligt waren, haben ganze 79,67% für den Präsidenten Lukaschenko gestimmt – zumindest auf dem Papier – während der nächste oppositionelle Kandidat vernichtende 2,56% der Stimmen erhielt.

Nun kann man ja sagen, dass eindeutige Ergebnisse und eine so hohe Wahlbeteiligung etwas sind, was man sich in der deutschen Demokratie ja nur wünschen könnte, vor dem Hintergrund, dass Lukaschenko nicht etwa ein sehr beliebter Politiker, sondern ein ausgemachter Despot ist, erhalten diese Zahlen einen mehr als bitteren Beigeschmack.

Das Ganze wurde spätestens mit den Ereignissen und Aussagen Lukaschenkos vor, während und nach der Wahl erschreckend: Regierungsgegner sowie gegnerische Kandidaten wurden im Zuge von illegalisierten Demonstrationen von Sicherheitskräften zusammen geschlagen und festgenommen. Hinzukommend sollen zahlreiche kritische Journalisten verfolgt und festgenommen worden sein, was sich durch die Aussagen, die Lukaschenko nach der Wahl traf, bestätigt:

So heißt es in der Financial Times Deutschland, Lukaschenko habe gesagt, dass „das Verhöhnen der Behörden […] ein Ende haben“ und jeder Reporter für sein Wort geradestehen müsse. Darüber hinaus ließ der Präsident gegenüber Journalisten in Minsk verlauten, man ließe alle Regierungsgegner einsperren.

Schlussendlich verspielt sich Lukaschenko nicht nur die Chancen auf Fördergelder von der EU, auf die er dank erneute Annäherungen an Russland nicht mehr angewiesen zu sein scheint, sondern zeigt anschaulich, dass problematische politische Systeme nicht etwa nur am Arsch der Welt (respektive Hindukusch, der ja zwecks „Befreiung“ seit Jahr und Tag von internationalen Truppenverbänden belagert wird), sondern direkt vor der eigenen Haustür zu suchen sind.

Dass keiner auch nur im Entferntesten auf die Idee kommt, in Weißrussland mit Waffengewalt das „Licht der Demokratie“ zu verbreiten, ist mangels Erdöl augenfällig. Statt dessen bleibt einem nichts anderes übrig, als die weißrussische Opposition in ihren Reform- und Revolutionsbemühungen zu bestärken und seine Solidarität mit den dort drangsalierten Journalisten und Regierungsgegner zu bekunden.

[Update]: Inzwischen ist man in Weißrussland so weit, die Auflösung der oppositionellen Parteien in Erwägung zu ziehen. Begründung:

„Wenn sich eine Partei oder eine gesellschaftliche Vereinigung für die Teilnahme an den Massenkrawallen entschieden hat, werden wir ihre Auflösung ins Gespräch bringen.“

Na super: Wer der ersten Bürgerpflicht, nämlich dem Widerstand gegen eine kranke und Freiheit raubende Regierung leisten, folgt, wird nicht nur zusammen geschlagen, verhaftet und zensiert, sondern darf auch damit rechnen, seiner Parteistrukturen beraubt zu werden. So kann man Regierungsgegner auch mundtot machen.

Michael Moores Statement zu Wikileaks

Wie immer viel zu spät berichte ich über die aktuellen Ereignisse bezüglich der Festnahme des Wikileaks-Gründers Julian Assange und den Reaktionen der Medien:

Interessant, wenn auch wenig verwunderlich, ist das Statement des Filmregisseurs und US-Kritikers Michael Moore, der nicht nur $20.000 zur Kaution Assanges beiträgt, sondern auch „seine Website, seine Server, seine Domainnamen und alles andere, was er tun kann, um Wikileaks am Laufen zu halten“ anbietet.

Ein so populärer, wenn auch bei der amerikanischen Regierung verhasster Fürsprecher könnte vermutlich wirklich ein öffentliches Zeichen setzen und andere US-kritische Personen und Organisationen dazu veranlassen, sich aktiv für Wikileaks einzusetzen. Das sollte dann aber natürlich nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern auch Taten, wie eben das Bereitstellen von Serverkapazitäten, beinhalten.

Interessant sind außerdem einige Aussagen von US-amerikanischen Politikern, die Julian Assange unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit nicht nur kritisieren, sondern teilweise sogar als Terroristen, Psychopathen und Soziopathen beleidigen und schlussendlich sogar zum Mord aufrufen. Allen voran die Vorzeugekonersative der Republikaner, die der Meinung ist, man solle Julian Assange mit dem selben Nachdruck verfolgen, wie „al Qaeda- and Taliban-Anführer“.

Im weiteren Verlauf seiner Stellungnahme kritisiert (meiner Meinung nach mit Recht) Moore die klassischen Medien, die Wikileaks eher hätten unterstützen sollten, statt das Projekt zu torpedieren. Dass sich die klassischen Medien natürlich in ihrer Position als die „dritte Gewalt“ von Wikileaks angegriffen fühlen und sich gleichzeitig Regierungs- und Unternehmensinteressen beugen, liegt auf der Hand.

Der Rest des enthält dann im Grunde nur noch das für Moore typische Blabla, das man lesen kann, aber nicht unbedingt muss… Die für Wikileaks wirklich entscheidenden Informationen wurden meines Erachtens schon in der ersten Hälfte des Blogeintrags genannt.

Quelle: MichaelMoore.com

Erster Fall von HIV geheilt?

Derzeit geht eine bahnbrechende Neuigkeit über die englischsprachigen Twitterkanäle: Es wurde der erste am HIV-Virus erkrankte Mensch geheilt und das durch eine Stammzellentransplantation, die er im Zuge seiner Leukämietherapie bekam.

Was mich daran extrem wundert: In den deutschen Medien scheint das alles irgendwie ein fast schon alter Hut zu sein, schließlich gab es zu dem Thema diesen Juli und sogar schon im November 2008 Berichterstattung in den deutschen Printmedien. Nun frage ich mich: Habe ich den englischen Artikel einfach nicht richtig verstanden und sind irgendwelche tollen, neuen Erkenntnisse hinzugekommen, oder ist man in Amerika einfach noch nicht so weit? 😉

Infos zum JMStV

Da im Netz eh schon unheimlich viel zum neuen JMStV geschrieben wird, muss ich jetzt selber keine große Abhandlung darüber schreiben, sondern verbreite lieber Links, die ich für lesenswert halte.

Nur so viel zum allgemeinen Verständnis: Nach dem neuen JMStV (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag), das wahrscheinlich am 1.1.2011 in Kraft treten wird, sollen Website-Betreiber dazu verpflichtet werden, ihre Internetseite darauf zu prüfen, ob die Inhalte, die darüber verbreitet werden, „entwicklungsgefährdend“ sind und diese dann  entsprechend einzustufen. Schlussendlich sollen dann aus dieser Einstufung verschiedene Konsequenzen resultieren, die entweder beinhalten, den Zugang zur Homepage für Benutzer, für deren Altersgruppe die Inhalte nicht geeignet sind, zu beschränken (Stichwort: E-Perso), alternativ „Sendezeiten“ einzuführen, oder die Homepage für entsprechende Filterprogramme einzustufen. Der Rattenschwanz fängt dann bei Internetseiten an, die mit User-Generated-Content arbeiten und hört bei befürchteten Abmahnwellen auf.

Da es jedenfalls zu dem Thema derzeit im Netz mehr Verwirrung als Klarheit gibt und ich mehr zur Klarheit als zur Verwirrung beitragen möchte, hier ein paar lesenswerte Links und kein Senf von meiner Seite:

Eine Mail an DHL

Hab heute eine Mail erhalten, in der ich von DHL darauf hingewiesen wurde, dass das Begrüßungspaket, das mir bei meiner Bestellung eines Packstation-Zugangs hätte zugestellt werden sollen, zu ihnen zurück gekommen ist.

Ich hoffe, DHL freut sich über meine Antwort. 🙂

Sehr geehrtes PACKSTATION-Team,

heute habe ich von Ihnen die Mail erhalten, dass mein Begrüßungspaket
wieder bei Ihnen angekommen ist und ob ich denn noch Interesse am
PACKSTATION-Service hätte.

Ja, den habe ich, jedoch ist die letzte Sendung Ihres Begrüßungspakets
etwas unglücklich verlaufen, daher lassen Sie es mich kurz erklären:

Als das Paket nach langer Reise durch Deutschland und die Tiefen und
Untiefen der Paketzentren dieses Landes endlich bei mir eintreffen
sollte, konnte Ihr Zusteller sein Pech vermutlich kaum glauben, als er
weder meine Mitbewohner noch mich zu Hause antreffen konnte. Da er das
Paket, das bestimmt schon voller Vorfreude auf Empfang und Erfüllung
seiner Pflicht wartete, natürlich nicht so mutterseelenallein auf weiter
Flur zurück lassen konnte, hinterließ er den altbekannten orangefarbenen
Zettel in meinem Briefkasten und brachte er es - fürsorglich wie er ist
- zur nächsten Postfiliale.
Als ich mich dann also aufmachte um Wind und Wetter, Schnee und Sturm zu
trotzen und endlich das heißersehnte Begrüßungspaket von der Post
abzuholen, konnte ich den Schrecken kaum verkraften, als ihr Kollege bei
der Post mir (ordnungsgemäß ausgewiesen durch Personalausweis)
offenbarte, dass im endlosen Äther der digitalen Datenströme
offensichtlich die Identdaten verloren gegangen seien, derer es bedurfte
um das Paket schlussendlich an mich auszugeben.
So schickte er das arme Paket nun zurück zu seiner Heimstadt an DHL, in
der Hoffnung, es käme beim zweiten Versuch entweder direkt bei mir oder
zumindest mit korrekten Identdaten bei der Post an.

Kurz: Das Paket wurde mir bei der Post auf Grund eines technischen
Problems nicht ausgegeben, daher hat man es nochmal zurück geschickt, in
der Hoffnung, dass es beim zweiten Versuch entweder bei mir direkt oder
mit den erforderlichen Daten bei der Post eingeht, sodass ich es dann
dort abholen kann.

Beste Grüße
Pascal König

Tim Burtons "Alice im Wunderland"

Tim Burton gehört sicherlich zu den beeindruckendsten Regisseuren und Produzenten der Filmbranche. Seine Filme zeichnen sich durch eine bizarre, düstere Stimmung, verspielte, detaillierte Bilder und nicht zu letzt häufig komplett durchgedrehte Charaktere aus. Das ließ sich in Filmen wie Sleepy Hollow, Sweeney Todd oder Corpse Bride ausgezeichnet bewundern.

Ankunft im Wunderland
Ankunft im Wunderland

Genau wie Tim Burton ist auch die Geschichte um Alice im Wunderland ein Mythos für sich. Das Märchen erschien erstmals im Jahre 1865 und wurde von dem britischen Schriftsteller Lewis Caroll verfasst. Obwohl sich die Geschichte ursprünglich an Kinder richtete, spielte der Autor in seiner Erzählung in einer Weise mit der Logik, dass sie sich auch schnell jenseits der eigentlichen Zielgruppe großer Beliebtheit erfreute. Darüber hinaus hatte die Kindergeschichte großen Einfluss auf die heutige Pop- und Medienkultur, sodass heutzutage viele Motive und Charaktere auch denen bekannt sind, die das Buch bisher nie in den Händen gehalten haben. Zu nennen wären die berühmten Charaktere der Grinsekatze, des verrückten Hutmachers oder des weißen, niemals ruhenden Hasen. Genauso aber auch die sprichwörtlichen „tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus“, die immer noch für eine unvorstelle Wunderwelt stehen.

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