Archiv der Kategorie: Allgemein

Sam & Max – Abgehackte deutsche Sprachausgabe

Bei der Steamversion des Point&Click-Adventure „Sam & Max“ aus dem Hause Telltale Games kann es bei der deutschen Sprachausgabe zu einem nervigen Fehler kommen, der die gesprochenen Sätze kurz vor Ende abhackt.

Das Thema wurde im Telltale-Support-Forum diskutiert, aber es scheint bisher (seit 5 Jahren!) keinen Patch dafür zu geben. Allerdings gibt es einen kleinen Workaround vom Telltale-Mitarbeiter „Will“, der es Spielern der deutschen Ausgabe ermöglich, die Sprachausgabe des Point&Clicks in voller Länge zu genießen:

  1. Navigiere in folgenden Ordner: [Steam Installationordner]steamappscommon[Ordner der S&M-Episode]Packdata
  2. Alle Dateien mit der Endung „.TTARCH“, die NICHT die deutsche sind, löschen bzw. umbenennen.

 

Quelle:

Telltale Games ForumsDirektlink zum Beitrag von Will

Roche & Böhmermann nach der Sommerpause

Die ZDF.Kultur-Unterhaltsungstalksendung „Roche & Böhmermann“ ist seit dem 2. September aus der Sommerpause zurück und ich kam jetzt erst dazu, einen Blick in die Sendung zu werfen. Was ich sehen musste, hat mich schon nach den ersten Minuten sehr überrascht:

Statt wie gewohnt im Retro-Look, präsentiert sich „Roche & Böhmermann“ dieses Mal im bunten und flippigen Style von Yellowpress-Sendungen wie Exklusiv. Auch der gewohnt lakonische Ansager, der aus einer Tagesschau der 70er Jahre hätte stammen können, wurde ersetzt durch eine junge, langhaarige Ansagerin vor orangefarbener, moderner Kulisse. Ähnlich wurde auch das Studio, in dem sich die beiden Gastgeber und ihre Gäste aufhalten, an den neuen, bunten Look angepasst.

Ich kann nur hoffen, dass sich Charlotte Roche und Jan Böhmermann in der ersten Sendung nach der ausgedehnten Sommerpause nur einen Spaß mit den Zuschauerinnen und Zuschauern erlauben und absichtlich einen flippigen Look persiflieren. Vieles, wie die noch immer verwendeten Retro-Mikrofone und die klobigen Kameras, sowie die wackeligen Stühle, auf denen die Gäste sitzen, deuten darauf hin, dass es sich bei dem neuen Look nur um einen guten Scherz handelt und dass in der nächsten Sendung wieder alles beim Alten ist. Ich hoffe es jedenfalls sehr.

 

Schwarzbuch WWF

Foto von Siebrand (Wiki-Commons)

Der deutsche Journalist und Autor Wilfried Huismann hat kürzlich das Buch „Schwarzbuch WWF“ im Gütersloher Verlagshaus herausgebracht, in dem er den weltweit größten Naturschutzbund hart kritisiert. Demnach soll der WWF unter anderem enge Beziehungen zur Industrie und zu Unternehmen, die als Umweltzerstörer gelten, unterhalten und von diesen teils wirtschaftlich abhängig sein.

Prompt erhielt Huismanns Verlag eine Abmahnung wegen Diffamierung und Falschaussage und auch große Buchhändler wie zum Beispiel Amazon, Libri.de oder Buecher.de erhielten Schreiben von den Anwälten des WWF, in denen ihnen nahegelegt wurde, das fragliche Buch aus dem Sortiment zu nehmen, da der WWF „umfängliche Unterlassungsansprüche gegen sämtliche Störer“ habe.

Obwohl viele Buchhändler eingeknickt sind, ist das Buch rechtlich gesehen noch bis zum 15.6. frei vekäuflich. Dann findet die erste Gerichtsverhandlung in dem Fall statt, in der festgestellt werden soll, ob die Anschuldigungen des WWF gegenüber Huismann haltbar sind, oder ob das „Schwarzbuch WWF“ nicht wie behauptet voller schlecht recherchierter Falschaussagen ist.

Erhältlich ist das „Schwarzbuch WWF“ derzeit direkt beim Güterloher Verlagshaus.

Quellen:

Verivox – Das (un)freundliche Verbraucherportal?

In zwei vergangenen Ausgaben der AStA-Zeitung der Uni Paderborn wurde das Vergleichsportal Verivox positiv erwähnt und als gute Sparmöglichkeit für Studis empfohlen. Da ich eine AStA-Zeitung aber nicht nur als Infoblatt, sondern auch als kritisches und politisches Sprachrohr des Allgemeinen Studierendenausschusses sehe, halte ich es für untragbar, das Unternehmen „Verivox“ unkritisch und unreflektiert zu erwähnen und möchte daher ein etwas anderes Licht auf das Vergleichsportal werfen. Dieser Artikel wird übrigens auch in der kommenden Ausgabe des AStA-Luego erscheinen.

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Was sind eigentlich Nerds?

Wenn man sich die Wikipedia-Definition (Stand: 20.05.2012) des Begriffs „Nerd“ anschaut, dann findet man auf Folgendes:

Nerd [nɜːd] (engl. für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter, Fachidiot) ist ein gesellschaftliches Stereotyp, das besonders für in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen steht. Manchmal wird auch ein überdurchschnittlicher Intelligenzquotient (IQ) als begleitende Eigenschaft genannt. Am häufigsten sind Computerfreaks gemeint. Während der Begriff ursprünglich negativ besetzt war, hat er sich in Internetcommunitys und unter Computerspielern und -freaks zu einer selbstironischen Eigenbezeichnung gewandelt.[1]

Das wird dem Nerd jedoch meiner Meinung nach nur bedingt gerecht. Es stimmt, dass Nerds häufig eine Affinität zu Naturwissenschaft oder vor allem (Kommunikations)Technik haben, ein deutliches Zeichen dafür ist, dass sich im Internet vermutlich die allergrößte Nerddichte zu finden ist. Auch mag es stimmen, dass Nerds gerne Dinge genauer wissen als ihre Mitmenschen, sie beschäftigen sich oft tiefergehend mit Themen, die sie interessieren, recherchieren Dinge und lassen andere Menschen häufig auch spüren, dass sie bestimmte Dinge besser wissen (oder es zumindest meinen). Das kann unterhaltsam wie auch nervig sein.

Was meiner Meinung nach allerdings nicht stimmt ist der verbreitete Vorwurf, Nerds seien antisozial oder zumindest nicht so empathisch oder gesellig wie andere Menschen. Ganz im Gegenteil sind viele Nerds in enge soziale Netzwerke eingebunden, seien sie nun online oder offline. Man findet sie sehr oft im universitären Umfeld, in Spieletreffs oder Hackergruppen, aber genauso in Vereinen aller Art, die normalerweise eher Nerd-untypisch wirken. Dort treten sie als Nerds natürlich weniger häufig in Erscheinung.

Nerds sind sehr häufig sehr ehrliche Menschen. Sie spielen kein Spiel im Umgang mit anderen Menschen oder präsentieren sich so, wie es ihnen gerade in den Kram passt. Das stößt Mitmenschen oft vor den Kopf und irritiert, ist allerdings meiner Meinung nach keine Unfreundlichkeit oder soziale Inkompetenz, sondern lediglich Ausdruck einer moralischen Verpflichtung gegenüber der Wahrheit und der Ehrlichkeit.

Auch haben Nerds einen ausgeprägten und ausgezeichneten Sinn für Humor, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er häufig Mitdenken und Kreativität erfordert oder dass sich Witze auf Pop- und Nerdkultur beziehen. Das lässt Nerdwitze für Außenstehende häufig unlustig und unverständlich erscheinen.

Gefunden bei Marcel Wegermann

Das meiner Meinung nach wichtigste Merkmal von Nerds ist jedoch, dass sie die Welt um sich herum mit anderen Augen sehen, als viele ihrer Mitmenschen. Sie sind Querdenker, die in der Lage sind, die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten, um unkonventionelle Lösungen für unkonventionelle Probleme zu finden. Sie sind kreativ und haben oft Ambitionen, ihre Umwelt auf irgendeine Art und Weise mitzugestalten. Sie lieben die intellektuelle Herausforderung und tüfteln gerne an Probleme, wo andere gar keine sehen. Sie sind anders als andere und darauf auch noch stolz. Und das ist der Grund, warum ich Nerds für den angenehmsten Schlag Menschen auf der Welt halte. 🙂

ZDF.kultur – Roche & Böhmermann

Roche & Böhmermann
Bild: Tim Bartel

Die seit dem 4. März ausgestrahlte ZDF.kultur-Talksendung „Roche & Böhmermann“ ist nun nach sieben gezeigten Sendungen und einer Best-of-Folge, in der die vergangenen Sendungen von den beiden namensgebenden Moderatoren Charlotte Roche und Jan Böhmermann kritisch resümiert wurden, in eine ausgedehnte Sommerpause gegangen. Diese Gelegenheit lässt sich nutzen, um selbst ein erstes Fazit über das Konzept und die Gestaltung der Sonntagabend-Unterhaltungstalkshow zu ziehen.

Roche und Böhmermann beschreiben ihre Sendung selber als eine Talkshow ganz in der Tradition des frühen Fernsehens und versuchen dieses Flair durch die spartanische Gestaltung des Studios, Tisch- statt Ansteckmikrofone und das Gestatten von Alkohol und Rauchen aufzugreifen. Die Idee wirkt und lässt Roche & Böhmermann glücklicherweise nicht ältlich, sondern auf eine retro-charmante Art und Weise jung und sympathisch wirken. ZDF.kultur – Roche & Böhmermann weiterlesen

Ein Ei!

Hier das Ei...

Vorhin habe ich ein verlassenes Taubenei auf unserem Balkon gefunden. Erst wollte ich es ausbrüten, aber dann habe ich es gekocht. Später werde ich meine Mitbewohnerin fragen, ob ich es an die Ratten verfüttern darf. Die werden sich sicher freuen. 🙂

Exchange 2010 – Öffentlicher Ordner empfängt keine Mails

Heute endlich mal wieder ein kurzer Artikel aus der IT-Ecke. Dieses Mal mit einem Problem, das mir den halben Tag über Kopfschmerzen bereitet hat.

Das Problem

Ein Öffentlicher Order, der für den Email-Empfang konfiguriert ist, empfängt keine Mails mehr, stattdessen bekommt der Absender eine Unzustellbarkeitsmeldung mit folgender Fehlermeldung zurück:

#554 5.6.0 STOREDRV.Deliver.Exception:ObjectNotFoundException; Failed to process message due to a permanent exception with message Der Active Directory-Benutzer wurde nicht gefunden. ##rfc822;empfaenger@domain

Das Problem tritt auf, wenn sich in der Exchange-Organisation vormals ein Exchange-2003-Server befunden hat.

Die Lösung

  1. Den ADSI-Editor mit adsiedic.msc öffnen.
  2. Verbindung zum Namenskontext „Konfiguration“ herstellen.
  3. Innerhalb der Verzeichnisstruktur zur Liste der administrativen Gruppen (hier CN=Administrative Groups) navigieren (siehe Screenshot).
  4. Dort sollten mehrere Administrative Gruppen auftauchen, die beide ein Element CN=Servers enthalten.
  5. Eine der beiden Gruppen ist ein Überbleibsel aus der Exchange-2003-Zeit, dessen CN=Servers-Element leer ist.
  6. Das leere Servers-Element löschen. In diesem Beispiel war es das CN=Servers-Element in CN=Erste administrative Gruppe.

Hintergrund und Links

Weitere Infos zum Problem und Artikel bzw. Foreneinträge, die mir geholfen haben, das Problem zu lösen, finden sich hier: