Schraubtagebuch Teil 2 – Der Benzinhahn

Nachdem ich gestern festgestellt habe, dass Tank und Benzinhahn meiner Zündapp R50 völlig verschmutzt sind und einer Reinigung benötigen, habe ich heute Nachmittag den Innenraum meines Tanks mit Terpentin behandelt, wofür ich von einem Nachbarn und selbererklärten Altmotorenkenner (der mir allerdings nicht glauben wollte, dass die Zündapp R50 ein Zweitakter ist) regelrechte Schelte erntete. Das Terpentin wurde somit nach sowieso mäßigem Erfolg wieder aus dem Tank gespült und der Tank wurde zum Trocknen offen gelassen. Die Innenseite des Tanks sieht zwar immer noch irgendwie grabbelig und voller Schmand aus, aber ich habe den Eindruck, als wären die Ablagerungen dort schon weniger geworden und eventuell gibt es ja Kraftstoffzusätze, die den Ölschlamm irgendwie noch reduzieren können und ich kann mir auch vorstellen, dass sich das Problem reduziert, wenn der Motor erstmal wieder läuft. Allerdings habe ich in dem Zuge auch festgestellt, dass das Innenleben des Tanks doch die eine oder andere rostige Stelle hat… über eine Versiegelung des Innenraums sollte ich also irgendwann mal nachdenken.

Nachdem ich mir nun auch eine Unterstellmöglichkeit bei meinem Hausmeister besorgt habe, der es überhaupt nicht gut fand, dass heute morgen ein halb auseinander gebauter Roller hinterm Haus stand, habe ich die Teile mühevoll in den Keller geschafft und mich im Laufe des Abends nochmal daran begeben, den Benzinhahn vom Tank zu lösen, was mir schlussendlich mit Hilfe einer Rohrzange und gar nicht so viel Aufwand gelang.

Den Benzinhahn habe ich dann nach einer oberflächlichen Reinigung in heißes Seifenwasser eingelegt und einweichen lassen. Zwar konnte ich dem Hahn bei meinem Durchpusttest ein paar müde Blubberblasen entlocken, ich bin jedoch überzeugt, dass das niemals gereicht hätte, um einen Motor anständig zu betreiben.

Zu meinem Glück habe ich dann in meiner Ersatzteilekiste einen Benzinhahn gefunden, der sich nach einigem Schrubben und Durchpusten als brauchbar heraus stellte.

Die beiden guten Stücke liegen nun hier zum Trocknen und morgen werde ich dann wohl einen Blick auf Vergaser und / oder Luftfilter werfen.

5 Gedanken zu „Schraubtagebuch Teil 2 – Der Benzinhahn

  1. Viel Glück dabei… Asl nächstes dann der „Zündfunke“ und es müssste bald klappen. Gestern lief ein dramatischer Film über Bertha und Carl Benz. Bertha Benz brachte den „Gasmotor“ sogar mit Fleckentferner zum Laufen…. 😈

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