Admin, Admin! Gib mir meine Server zurück!

Man erlebt doch so einige Kuriositäten als Netzwerkadmin, die heutige war definitiv erschreckend.

Ich habe ganz normal meine Büroschicht am Nachmittag geschoben und musste dann etwas früher los, als mein Kollege, da ich einen Zug bekomme, doch kaum sitze ich im Zug, bekomme ich einen Anrufe von ihm: „Ähm… ich glaube wir haben ein Problem… unsere ganzen root-Passwörter wurden geändert!“ – In dem Moment war mir das erstmal relativ wurscht, da ich einen Termin hatte und mir dachte, dass er damit schon irgendwie klar kommt oder sich einfach nur ein paar Mal vertippt hat, also gab ich ihm den Rat, erst nochmal alle Maschinen durchzuprobieren und dann, falls sich sein Verdacht verfestigt, den AStA-Vorsitzenden anzurufen.

Als ich keine Rückmeldung bekam, rief ich ihn nochmal zurück und bekam dann gesagt, dass er, der alte Admin und der AStA-Vorsitzende gerade versuchen, in dem Serverraum zu kommen, da mein Kollege dummerweise die Tür zugezogen hat und das Schloss kaputt ist.

Das war für mich der Zeitpunkt, an dem ich mich entschied, den nächstmöglichen Zug zurück nach Paderborn zu nehmen, um mich selbst um das Problem zu kümmern.

Als ich ankam begann dann eine lange Hacksession, in der wir es schafften, die Passwörter der meisten Server anständig zu ändern, indem wir die Passwörter mit Live-CDs löschten und neu setzten, was eine ganz schöne Frickelarbeit war, da sich immer wieder irgendwelche Kleinigkeiten in den Weg stellten. Auf dem einen Server wurde das Live-CD-Image nicht sauber gemountet und einem anderen Server fehlten die entsprechenden Bibliotheken, um passwd auszuführen, sodass ich die irgendwie in kleiner Frickelarbeit ins System integrieren musste.

Leider kamen wir immer noch nicht an den devnull-Server, der leider in dem verschlossenen Serverraum steht und somit keine Möglichkeit besteht, dort irgendwie von einer CD oder so zu booten. Ich hätte zwar die Tür einrennen können, hätte dabei aber die ganze Wand umgerissen, da das eine recht instabile Rigipskonstruktion ist… Von der Idee war der Vorsitzende allerdings nicht so begeistert. 😉

Naja… ein langer Abend, viel gelernt und massig Überstunden gemacht… mal schauen, ob ich in den zwei Jahren, auf die meine Tätigkeit im AStA ausgelegt ist, die 1000 Überstunden knacke. :>

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